Stromanbieter kündigen?

Stromanbieter kündigen

Wer kündigt beim Stromanbieterwechsel den alten Vertrag?

Kurzantwort: In den meisten Fällen übernimmt der neue Stromanbieter die Kündigung des alten Vertrags automatisch.
Genau hier sind viele Haushalte unsicher. Dieser Artikel erklärt, wer kündigt, wann Sie selbst aktiv werden müssen und worauf Sie achten sollten, um Fehler zu vermeiden.


Warum diese Frage so wichtig ist

Die Kündigung des bestehenden Stromvertrags ist für viele der größte Unsicherheitsfaktor beim Anbieterwechsel. Häufige Gedanken sind:

  • Muss ich selbst kündigen?
  • Was passiert, wenn ich falsch kündige?
  • Kann es zu einer doppelten Belieferung kommen?

Diese Sorgen sind nachvollziehbar – lassen sich aber klar beantworten.


Wer kündigt beim Stromanbieterwechsel wirklich?

In einem regulären Stromanbieterwechsel gilt:

👉 Der neue Stromanbieter übernimmt die Kündigung des alten Vertrags.

Das ist der Standardfall und der Grund, warum ein Wechsel in der Praxis unkompliziert abläuft. Der neue Anbieter stimmt den Wechseltermin mit dem bisherigen Anbieter ab, sodass es zu keiner Überschneidung oder Unterbrechung kommt.

Für Sie bedeutet das:

  • keine eigene Kündigung nötig
  • kein Risiko einer Versorgungslücke
  • kein organisatorischer Aufwand

Wann müssen Sie selbst kündigen?

Es gibt jedoch Ausnahmefälle, in denen Sie selbst aktiv werden müssen:

  • wenn Sie sich noch in der Mindestvertragslaufzeit befinden
  • wenn Sie den Vertrag vorzeitig beenden möchten
  • wenn es sich um Sonderkündigungen handelt (z. B. bei Preiserhöhungen)

In diesen Fällen ist es wichtig, die Kündigungsfrist korrekt einzuhalten.

👉 Mehr dazu lesen Sie im Artikel Kündigungsfrist beim Stromvertrag – was gilt wirklich?


Was passiert, wenn man selbst kündigt und noch keinen neuen Anbieter hat?

Auch hier besteht kein Risiko eines Stromausfalls.

Wenn ein Stromvertrag endet und kein neuer Anbieter feststeht, greift automatisch die Grundversorgung. Diese stellt sicher, dass:

  • der Strom weiterhin fließt
  • keine sofortige Handlung erforderlich ist
  • Sie jederzeit einen neuen Tarif wählen können

Trotzdem ist es sinnvoll, Kündigung und Wechsel aufeinander abzustimmen.


Kann es zu einer doppelten Kündigung kommen?

Eine doppelte Kündigung ist selten, kann aber entstehen, wenn:

  • Sie selbst kündigen und
  • gleichzeitig ein neuer Anbieter beauftragt wird

Das führt meist nicht zu einem Stromausfall, kann aber unnötige Rückfragen oder Verzögerungen verursachen.

Deshalb gilt:
👉 Entweder selbst kündigen oder kündigen lassen – nicht beides gleichzeitig.


Strompreis prüfen, bevor man kündigt

Viele Haushalte kündigen vorschnell, ohne zu wissen, ob sich ein Wechsel überhaupt lohnt.

Ein Strompreis-Selbst-Check hilft dabei, den eigenen Tarif zunächst sachlich einzuordnen:

  • Ist der aktuelle Preis noch marktüblich?
  • Gibt es deutliche Abweichungen?
  • Besteht überhaupt Handlungsbedarf?

👉 Mit dem Strompreis-Selbst-Check können Sie Ihren Tarif Schritt für Schritt selbst prüfen – ohne Verpflichtung und ohne sofort zu wechseln.


Für wen diese Information besonders wichtig ist

Dieser Artikel ist besonders relevant für:

  • Mieter mit laufenden Stromverträgen
  • Hausbesitzer mit langfristigen Tarifen
  • Haushalte, die Angst vor formalen Fehlern haben
  • Personen, die seit Jahren nicht gewechselt haben

Fazit

Beim Stromanbieterwechsel übernimmt in der Regel der neue Anbieter die Kündigung des alten Vertrags. Das macht den Wechsel sicher und unkompliziert.

Unsicherheit entsteht meist nur dann, wenn Vertragsdetails unklar sind oder vorschnell gekündigt wird. Wer Risiken vermeiden möchte, sollte seinen Tarif zunächst prüfen.

👉 Der Strompreis-Selbst-Check bietet eine sichere Möglichkeit, den eigenen Stromtarif einzuordnen, bevor eine Entscheidung getroffen wird.

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